Steinbruch bei Oberstein/Appenzell (Schweiz)

Wer einen sehr frischen Eindruck des Nagelfluh´s der Molasse im Alpenvorland erleben möchte, der sollte diesen Steinbruch besichtigen. Hier werden die Konglomerate zur Kiesgewinnung abgebaut. Neben den Nagelfluhschichten sind immer wieder feinkörnige Schichten eingelagert. Eine vorherige Zutrittserlaubnis muß eingeholt werden! 

Das Hexenwäldli am Alpstein bei Brülisau (Schweiz)

Wer den schweißtreibenden Wanderweg von Brülisau kommend zum Sämtisersee auf sich nimmt, der kommt unweigerlich am Hexenwäldli vorbei. Eine Unterbrechung lohnt sich immer! Ähnlich wie die Eiskeller an der Dornburg haben wir hier auch eine kaltlufterzeugende Blockhalde/Blockmeer vor uns. Aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen wachsen die Fichten eher kümmerlich, obwohl sie genauso alt sind wie die normal gewachsenen Fichten in der Umgebung!

Neu aufgenommen:

Flussdynamik des Wissbaches nordöslich von Degersheim
Flüsse sind aktive Gestalter des Landschaftsbildes. An einer Bachbiegung entstehen ein Prall- und ein Gleithang. Am Prallhang wird das Gestein abgetragen, hier entfestigte Molasse (Nagelfluh).. Am Wissbach hat das Wasser den Hang untergraben und zum Abrutschen größerer Massen gebracht. Dabei hat diese Masse die ursprüngliche Strömung verändert, hier die Hauptströmung zum Gleithang hin verdrängt und damit einen neuen Prallhang geschaffen, bis zum Abtrag des abgerutschten Gesteins. Sollte das abgerutschte Gestein nicht forttransportiert werden, so wird der Bach in die Wiese hineinwandern. Das Geotop ist über den Wanderweg zu Fuß in den Wissbach-Tobel einfach zu erreichen.

Neu aufgenommen:

Die Salpeterhöhle von Degersheim
Nördlich von Degersheim befindet sich in der Molasse eine durch die Erosion der Glatt entstandenen Höhle. Die Höhle befindet sich einige Meter oberhalb des heutigen Bachniveaus und dokumentiert damit ein älteres Bachbett. An den Wänden der Höhle ist der Aufbau der Molasse aus gut gerundeten Kieselsteinen und zwischengeschalteten Sandbänken gut zu erkennen. Der Name stammt möglicherweise von der Nutzung als Viehunterstand. Stickstoffreiche Ausscheidungen des Viehs in Kontakt zum Kalkzement der Molasse führten möglicherweise zur Entstehung des Salpeters. Ein Betreten der Höhle ist verboten, da die Wände instabil sind und mit einem Herausbrechen von größeren Gesteinsmassen und einzelnen Kieselsteinen zu rechnen ist.

Die Höhle ist gut zu erreichen über einen Wanderwe, der an die Glatt heranführt. In der Nähe befindet sich die sehenswerte Burgruine "Helfenberg".

 

Druidenstein mit den kleinen und großen Mythen im Hintergrund (Foto: E. Klein)
Druidenstein mit den kleinen und großen Mythen im Hintergrund (Foto: E. Klein)

 

Der Druidenstein bei Morschach/Schweiz

In der steinreichen Schweiz gibt es auch einige Geotope, die nicht aufgrund ihrer Höhe und Größe auffallen, sondern durch ihre Ungewöhnlichkeit.  Auf einem Hügel oberhalb des Vierwaldstätter Sees inmitten eines Golfplatzes befindet sich ein großer kristalliner Findling. Er ruht auf einer Kalkunterlage. Das Besondere dieses Findlings, der von weither heran- transportiert wurde, ist, daß er die Mindesthöhe des Gletschers angibt, der das Tal geschaffen hat, in dem heute der Vierwaldstätter Sees liegt. Schon lange ist dieser Stein bekannt, wie es zahlreiche Ansichtskarten dokumentieren....

Alte Ansichtskarte... (Foto: E. Klein)
Alte Ansichtskarte... (Foto: E. Klein)
(Foto: E. Klein)
(Foto: E. Klein)

Solifluktion am  Bannalpsee/Engelberg

In einer mächtigen Zunge kriecht hier ein Teil des Hanges in Richtung des Bannalpsees. Der Boden ist hier sehr wassergesättigt, ein Hangabriss ist nicht vorhanden. Ob hier eine Eisbeteiligung vorhanden ist, kann nicht mittels Augenschein geklärt werden. Die Wassersättigung führt zu einer Anschwellung von Tonpartikel und zu einem Abwärtskriechen des Bodens.

(Foto: E. Klein)
(Foto: E. Klein)

... am unteren Ende der Zunge ist sie etwa einen Meter mächtig.

Foto: E. Klein
Foto: E. Klein

Mineralienverkauf im Maderanertal/Kanton Uri

Das "Strahlen" von Mineralien (z.B. Bergkristallen) hat im Maderanertal eine lange Tradition. Genauso lang ist die Tradition, diese an die Frau/den Mann zu bringen. Scheinbar in fast jedem Bauernhaus gibt es jemanden der "strahlt", da fast überall kleine Verkaufsstände zu finden sind, wo man für wenig Geld sich eine schöne Bergkristallstufe kaufen kann!

Foto: E. Klein
Foto: E. Klein
Foto: E. Klein
Foto: E. Klein

Der Golzernsee im Maderanertal

Gut mit einer Seilbahn erreichbar ist der kleine Karsee, geschaffen durch einen Eisvorstoss etwa um 1850 (ggf. mit einem älteren Vorläuferkar). Der kurze Gletscher schuf eine Endmoräne, auf deren Rücken heute die kleine Ortskapelle steht. Der See wird heute durch massive Hangabgänge bedroht. In der Umgebung findet sich eine durch ältere Gletscher geschaffene imposante Rundhöckerlandschaft.